Sonntag, 29.09.2019, 15 Uhr

Öffentliche Führung
Zeitreisen. Feuchtwangen in 100 Objekten

 Am Sonntag, 29.09.2019 wird um 15 Uhr wieder eine öffentliche Führung im Fränkischen Museum Feuchtwangen angeboten. Die Ausstellung „Zeitreisen. Feuchtwangen in 100 Objekten“ wurde anlässlich des Jubiläumsjahres konzipiert. Sie gibt Einblicke in die Geschichte Feuchtwangens anhand von Exponaten ganz unterschiedlicher Art: Silexbohrer und –stichel zeigen, dass es in unserem Raum schon eine temporäre Besiedelung in der Steinzeit gab, lange bevor der Name „Feuchtwangen“ geprägt wurde. Ein herausragendes Ausstellungsstück ist die hochmittelalterliche Altarplatte, die wohl den Hochaltar in der alten Benediktinerabtei (dem Vorgänger der Stiftskirche) schmückte. Die ältesten Archivalien, in denen Feuchtwangen genannt ist, sind digital zu sehen, Auszüge aus der Notitia (819 n. Chr.) und dem Reichenauer Verbrüderungsbuch (824 n.Chr.). Die älteste Ansicht der Stadt Feuchtwangen verdanken wir Johann Georg Wünschenmayer (1673-1748), der 1727 eine Kartierung der Fischereirechte und Nutzungsrechte an der Sulzach durchführte und bei dieser Gelegenheit eine miniaturhafte Darstellung von Feuchtwangen mit Stadtmauer und Türmen schuf. Auch Handwerk und Gewerbe sowie die Verwaltung und die öffentliche Versorgung der Stadt sind Themen der Ausstellung.

Eintritt frei.

Sonntag, 27.10.2019, 15 Uhr

Öffentliche Führung
Zeitreisen. Feuchtwangen in 100 Objekten

In der öffentlichen Führung am Sonntag, 27.10.2019 werden die Geschichten hinter den Objekten erzählt. Ein eiserner Schlüssel, Ausleger der Schlosserei Hezel, datiert 1724, erzählt von dieser alteingesessenen Familie. 1534 ließ sich Leonhard Hezel in Feuchtwangen nieder. Seine Nachfahren in männlicher Linie waren alle Schlossermeister, die den Betrieb nach und nach erweiterten um Eisenhandel, Haushaltwaren und Baustoffe. „Bauklotz Hezel“ ist heute ein führender Qualitätsbaumarkt in der Dinkelsbühler Straße, geführt in 13. Generation.
Von neu Zugezogenen erzählen andere Objekte, Migrationsgeschichten, die berührend sind. In Feuchtwangen angekommen ist Nazir Hürriyetoglu, der 1973 als einer der ersten Gastarbeiter bei REHAU arbeitete. Angekommen ist Dr. Hans-Georg Müller, der nach einer spektakulären Tunnelflucht aus der DDR 1963 über Stationen in Bonn, Berlin und Hof sich 1978 als Internist und Betriebsarzt in Feuchtwangen niederließ. Die braune Ledertasche mit seinen Ausweispapieren, Zeugnissen und blauen Frotteesocken schob er im Fluchttunnel vor sich her. Angekommen ist 1992 Johanna Mantsch, sie stammt aus Siebenbürgen.

Eintritt frei.

Sonntag, 01.12.2019, 15 Uhr

Öffentliche Führung
Zeitreisen. Feuchtwangen in 100 Objekten

Im Jubiläumsjahr gibt es in der Sonderausstellung "Zeitreisen" viele Objekte zu entdecken, die mit der Feuchtwanger Fichte bemalt sind oder oder mit "Feuchtwangen" bezeichnet sind. So gibt es allerhand Merkwürdiges und Kurioses zu entdecken von der Feuchtwanger Birne über die Feuchtwanger Kanne, das Feuchtwanger Migränepulver bis hin zum Feuchtwanger Cent. Selbst ein „Verein der Feuchtwanger“ wurde gegründet, für jene, die fern der Heimat in München oder Nürnberg weilen mussten. Davon zeugt ein Zunftkrug aus Zinn mit einer respektablen Fichte darauf.

Eintritt frei.

Sa 14.12.2019, 19.00 Uhr

Maria unser frowe, kyrieleyson
Geistliche Musik des Mittelalters

Das Konzert präsentiert Werke von Frau Ava (1060 – 1127), der ersten Dichterin, die in deutscher Sprache geschrieben hat, Gesänge Hildegards von Bingen, über Gregorianischen Gesang, Beispiele aus den Carmina Burana (um 1230), den Mönch von Salzburg, Oswald von Wolkenstein bis hin zu Prozessions- und Geißlerliedern des Spätmittelalters.
Ulrike Bergmann (Gesang, ungarische Bassdrehleier, alemannische Leier).
Veranstalter: Kulturamt Feuchtwangen

Museumstraße 19 - 91555 Feuchtwangen - Telefon (0 98 52) 25 75 - info@fraenkisches-museum.de